Der Kampf um die "Goldene Ananas"

Eigentlich ging es um nichts mehr an diesem letzten Spieltag der Saison. Dennoch hatten wir uns am Donnerstag einstimmig abgesprochen noch einmal alles zu geben und zuhause gegen Bergheim zu gewinnen. Schließlich ging es auch noch um den dritten Platz in der Abschlusstabelle. 

An Brett 6 ergab sich für uns - trotz der guten Vorsätze - relativ schnell ein höherer materieller Nachteil, den der Gegner dann auch rasch zum 0:1 ummünzen konnte.

Besser lief es an Brett 2, wo Kai einige Tempiverluste und verquere Bauernzüge seines Gegners schnell in einen Vorteil umsetzen konnte. Es entstand eine Stellung ganz im Sinne Kais, der mit einer Bauernphalanx und einem Paradeläufer zum Sturm der gegnerischen Königsstellung ansetzte. In der Folge gelang es dem gegnerischen König nicht zu rochieren und er verblieb in der Mitte des Brettes. Am Ende schaffte es der König noch an den Rand, wo er aber prompt von Kais Schwerfiguren erlegt wurde.

Noch besser lief es für Anton an Brett 4, der nach einem Figurengewinn bereits nach wenigen Zügen aus der Eröffnung heraus auf die Siegesstraße einbog und diese nicht mehr verließ. Somit hatten wir das Ergebnis auf ein 2:1 gedreht.

An Brett vier stand Reinhard – gegen die Alapin-Eröffnung spielend – zwischenzeitlich unter Druck. Es gelang ihm aber souverän das Remis über die Bühne zu bringen.

Ebenfalls remis endete Andreeas Partie an Brett 5. Sie musste sich einem Jobava-London-System erwehren, einer Eröffnung mit vielen taktischen Fallstricken und Tricks. Nach einem wilden taktischen Gemetzel im Zentrum des Brettes ergab sich eine leicht bessere Stellung für Andreea. Nach einiger Zeit verflachte die Partie jedoch als Weiß einen Bauern zurückgewinnen konnte. So endete die Partie folgerichtig remis.

An Brett 1 kam die Stockholmer-Variante der Grünfeld-Verteidigung auf das Brett. Es entwickelte sich ein leichter Vorteil für Benedikt aufgrund des aktiveren Spieles seiner Figuren, am Ende stand aber ein leistungsgerechtes Unentschieden.

 

Damit steht ein Resultat von 3,5 zu 2,5 und ein verdienter dritter Platz. Unsere Glückwünsche zum Aufstieg gehen an Köln-Longerich I und Horrem II. Nächstes Jahr wollen wir wieder die Aufstiegsplätze angreifen.