Spielbericht gegen Worringen

Am letzten Sonntag musste sich unsere zweite Mannschaft gegen die Dritte von Köln-Worringen leider geschlagen geben. Die 2:4 Niederlage gestaltete sich dabei allerdings durchaus auch unglücklich.

Zunächst verlor Bendikt Hofschlag seine Partie aus einer sicheren Gewinnstellung heraus. Aus einer Reti-Eröffnung heraus  konnte Benedikt mit den schwarzen Steinen im 19. Zug einen Springer gewinnen. 10 Züge später versäumte er es, die Stellung durch einfach Abtäusche für sich zu vereinfachen. Sein Gegner kam so zu Initiative und konnte die Stellung ausgleichen. Zum Ende folgte ein recht wildes Hin und Her, bei dem Benedikt schließlich den Kürzeren zog.

Ausgeglichen endete anschließend die Partie von HeiJo Bruker.

Birk Hien, der am Sonntag seine erste Partie für die Hürther Mannschaft absolvierte, gelang es, mit einem Sieg den zwischenzeitlichen Gleichstand wieder herzustellen. Wie auch schon Benedikt gelang es Birk bereits im 9. Zug, einen Springer seines Gegners zu gewinnen. Im weiteren Verlauf der Partie stand er dann zuallermeist deutlich überlegen. Wohl hätte der Gegner an drei Stellen noch  egalisieren können, ohne hier allerdings die Wege gefunden zu haben. Schließlich konnte er Birks laufenden c-Bauer nicht mehr aufhalten und gab die Partie auf.

Anton Kaisers Gegenüber wählte nach 1. e4 die Pirc-Verteidigung und kam aus dieser Eröffnung auch recht gut heraus. Allerdings gelang es Anton im Mittelspiel, die Stellung für sich günstiger zu gestalten. Im 25. Zug war diese Stellung mit einem gedeckten Freibauern auf der b-Linie sogar ausgesprochen aussichtsreich. Als jedoch ein falscher Verteidigungszug zum Verlust dieses Bauern führte, war der Vorteil dahin und man einigte sich auf ein Remis. Somit musste die Entscheidung an den beiden verbleibenden Brettern fallen.

Hier jedoch verlor zunächst Rolf Wohlgemuth seine Partie und brachte Köln-Chorweiler die zwischenzeitliche 4:3 Führung. Mit den schwarzen Steinen sah auch er sich der Reti-Eröffnung gegenüber, die mit zunehmendem Verlauf allerdings in einen geschlossenen Sizilianer überging, in der Schwarz tendenziell immer besser stand. Von daher lehnte Rolf ein zwischenzeitliches Remisangebot richtigerweise auch ab. In deutlicher Gewinnstellung vergab er jedoch den vorentscheidenden Gewinnzug. Zurück blieb ein kleiner Stellungsvorteil im Turm-Bauern-Endspiel, den Rolf zu einer erneuten Gewinnstellung ausbauen konnte, bevor er mit einem spielentscheidenden Patzer die Partie hergab.

Reinhard Schmitt-Berger hätte somit an Brett 1 noch gewinnen müssen, um einen Mannschaftsremis zu erreichen. Die Partie – ebenfalls aus Reti heraus entstanden – gestaltete sich  so, dass Reinhard trotz etwas schlechteren Stellung über lange Zeit das materielle Gleichgewicht zu halten vermochte. Schließlich war das Übergewicht in der Stellung jedoch so groß, dass die gegnerischen Freibauern auf der d- und e-Linie nicht mehr aufzuhalten waren und die Partie zum Gesamt-Endstand 2:4 führte.