Erftstadt IV – Hürth-Berrenrath II trennen sich 3,5 : 2,5

Erneut äußerst knapp verliert am Sonntag die zweite Mannschaft gegen Erftstadt IV.

Wegen des Weihnachtmarktes fand der Leistungsvergleich in der Kreisklasse 1 im Dorfgemeinschaftshaus in Erftstadt-Niederberg statt.

Bereits nach relativ kurzer Zeit sieht sich Benedikt Hofschlag an Brett 5 gezwungen, seine Partie aufzugeben. In der Sizilianischen Eröffnung fianchettieren beide ihre schwarzen Läufer. Hieraus resultiert im 13. Zug ein früher Läuferverlust durch einen möglichen weißen Springerabzug mit Schach, ohne dass für diesen materiellen Verlust Kompensation irgendeiner Art besteht. Benedikt kämpft noch bis zum 39. Zug, ist dann aber endgültig Matt gesetzt.

Auch Birk, der sich in seiner Eröffnung gegen das Londoner System aufzubauen hatte, muss später seine Partie verloren geben. Wohl gelingt es ihm, die Partie bis ins Mittelspiel hinein einigermaßen ausgeglichen zu halten. Dann aber verliert auch er durch einen Patzer entscheidendes Material und hat mit einem Turm weniger keine Chance mehr.

Reinhard spielt an Brett 1 mit Weiß gegen die Caro-Kann-Abtauschvariante. In dieser stark positionell geprägten Eröffnung unterläuft keinem der beiden Spieler ein größerer Fehler. Nach 20 Zügen einigt man sich bei ausgeglichener Stellung auf Remis.

Dagegen verläuft an Brett 2 die Partie von Peter weitaus „lebhafter“, auch wenn die komplett symmetrische Stellung nach 7 Zügen dies noch nicht erahnen lässt. Anschließend gelingt es Peteers Gegner wiederholt, sich kleinere Stellungsvorteile herauszuarbeiten, ohne diese allerdings weiter verwerten zu können. Mit dem 20. Zug wendet sich dann allerdings das Blatt. Peters Gegner will sehr schnell sehr viel, die Stellung öffnet sich und Peter gelingt es, mehr Initiative zu entwickeln. Am Ende gewinnt Peter bei einem Königsangriff mit Dame und Turm entscheidendes Material.

Danach steht es zwischenzeitlich nur noch 2,5 : 1,5, und die beiden verbleibenden Partien - die zu dem Zeitpunkt allerdings beide bereits ausgesprochen ausgeglichen sind - müssen die Entscheidung bringen.

Rolf spielt an Brett 4 Sizilianisch. Es entwickelt sich eine von beiden Seiten stark positionell geprägte Partie. Im 14. Zug löst Rolf mit Blick auf einen Mehrbauern, alternativ auf Aktivierung seines weißfeldrigen Läufers die Zentrumsspannung auf, gerät dabei allerdings nach Abtausch zahlreicher Figuren in eine forcierte Verluststellung, die auszunutzen sein Gegner zum Glück nicht sieht. Danach entwickelt sich das Spiel zu einem sich immer stärker verfestigenden Remis.

Und auch HeiJos Stellung ist so ausgeglichen, dass ein Weiterspielen auf Gewinn kaum noch möglich ist.

Und so endet der Spieltag mit 3,5 : 2,5 zu Ungunsten von Hürth-Berrenrath.